Mit einfachen Tricks bares Geld sparen

Wir haben einige einfach anwendbare Energiespartipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Energiekosten auf Dauer senken können.

Energiespartipps nach Haushaltsbereichen

Energiespartipps

Beleuchtung

Durch den Einsatz von LED-Leuchtmittel anstatt von Glühbirnen kann bis zu 80% an Energie eingespart werden. Dazu kommt die deutlich höhere Lebensdauer hochwertiger LED-Lampen, die in der Regel bis zu 50.000 Stunden beträgt. Das ist also mehr als 5 mal länger als bei herkömmlichen Energiesparlampen und bei einer Verwendungszeit von fünf Stunden am Tag wären das mehr als 25 Jahre.

Mit dimmbaren Leuchtmitteln kann der Lichtstrom reduziert und dementsprechend der Stromverbrauch verringert werden.

Abhängig von der Benutzung des Raums können auch Bewegungsmelder, Dämmerungsschalter, etc. sinnvoll sein und erheblich zum Energie sparen beitragen.

Heizen

Viele Räume werden überheizt. Dabei können pro 1°C niedrigerer Raumtemperatur in etwa 6% Heizenergie eingespart werden. Generell sollte die Raumtemperatur in der Nacht und während Nicht-Anwesenheitszeiten abgesenkt werden.

Beim Platzieren von Möbeln ist es sinnvoll darauf zu achten, Heizkörper möglichst frei zu halten, damit sich die Wärme ungehindert ausbreiten kann.

Zudem sollte auf richtige Luftzufuhr geachtet werden. 4-5 mal tägliches Stoßlüften ist bei weitem effizienter als eine ständige Kippstellung bei Fenstern. Bis zu 15% Energie kann auf diese Weise gespart werden.

Alte Heizpumpen zählen zu den größten heimlichen Stromfressern im Haushalt. In einem Einfamilienhaus können mit einer neuen Pumpe rund 80% Betriebsstromkosten eingespart werden. Eine Investition in eine moderne Hocheffizienzpumpe lohnt sich meist rasch.

Kochen

Gerade beim Thema Kochen gibt es zahlreiche Energiespartipps:

Man sollte darauf achten, den Topf auf eine annähernd gleich große Herdplatte zu stellen, um nicht unnötig Energie zu verschwenden. Wenn möglich sollte zusätzlich auch immer mit Deckel gekocht werden. Außerdem sollte möglichst immer die Restwärme von Kochplatten genutzt werden, um die Gerichte fertig zu garen.

Mit der Einstellung „Umluft“ werden im Backofen bei rund 20-30°C weniger die gleichen Ergebnisse wie mit „Ober- und Unterhitze“ erzielt. Zusätzliches Vorheizen des Backofens ist bei den meisten Gerichten nicht notwendig.

Zum Erhitzen von Wasser sind Kleingeräte wie zum Beispiel ein Wasserkocher viel effizienter als der Herd.

Körperpflege

Im Vergleich zu einem normalen Bad spart Duschen mehr als 50% Wasser und Energie ein. Ein Duschgang benötigt in etwa 75 Liter Wasser, während Badewannen durchschnittlich 130 – 180 Liter fassen.

Ein noch stärkerer Effekt ist mit Spar-Armaturen zu erreichen. Mit einem Sparduschkopf (6 Liter/Minute) werden bei einem 5-Minuten-Duschgang sogar nur rund 30 Liter verbraucht.

Kühlen

Achten Sie bei der Neuanschaffung von Kühlschränken oder Gefriertruhen auf eine hohe Energieeffizienzklasse (A++ oder A+++).

Häufig sind in Kühlgeräten niedrige Temperaturen als notwendig eingestellt. 6-7°C reichen vollkommen aus, um eine längere Haltbarkeit bei Lebensmitteln zu erreichen.

Richtig Einräumen: Man sollte keine heißen Speisen in den Kühlschrank stellen und es vermeiden die Tür des Schranks lange offen zu halten.

Kühlgeräte sollten regelmäßig abgetaut werden. Dies verhindert eine Vereisung, die den Stromverbrauch schnell um 30% steigen lassen kann.

Beim Einbau sollte darauf geachtet werden, den Kühlschrank nach Möglichkeit nicht neben Wärmequellen wie Backrohr, Herd, etc. zu platzieren und nicht der direkten Sonnenbestrahlung auszusetzen.

Sparen im Schlaf

Aufgrund von Elektrogeräten im Standby-Betrieb fallen im Haushalt jährlich durchschnittlich über 75 Euro an. Standby-Geräte sollten daher nach Möglichkeit immer vollständig vom Strom genommen werden. Am einfachsten gelingt dies mit schaltbaren Steckerleisten.

Waschen

Bereits ab Temperaturen von 40° erreichen Waschmaschinen schon gute Reinigungsleistungen. Es sollte daher eine Waschtemperatur gewählt werden, welche auch tatsächlich erforderlich ist. Etwa die Hälfte des Stroms kann gespart werden, wenn die Wäsche nicht bei 60°, sondern nur bei 40° gewaschen wird. Im Idealfall wird die Waschmaschine erst dann eingeschaltet, wenn Sie voll beladen ist.

Das Spülen von Geschirr per Hand verbraucht rund 4 mal soviel Wasser und etwa doppelt soviel Strom wie das Spülen mit Geschirrspüler. Weiters ist darauf zu achten, den Geschirrspüler wie die Waschmaschine ebenfalls die gesamte Füllkapazität zu nutzen.

 

Energiesparen in Unternehmen

Je nach Branche kann der Energiekostenanteil am Umsatz durchaus auf bis zu 20% steigen. Gerade im Handwerk und in der Industrie besteht hier oftmals großes Einsparpotential.

Automatisierung

Mit intelligenter Gebäudetechnik lassen sich unter anderem die Raumtemperatur je nach Anwesenheit, die LED-Beleuchtung abhängig vom Tageslichteinfall oder auch die Beschattung automatisch regeln. Dadurch werden nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Einsparungen verbessert.

Beleuchtung

Oftmals wird die Bedeutung von energieeffizienter Beleuchtung bei Energieeinsparungen unterschätzt. Der Anteil an den Energiekosten variiert natürlich je nach Branchenzugehörigkeit. Meist kann bereits mit simplen Veränderungen und relativ geringen Investitionskosten ein beträchtlicher Betrag eingespart werden.

Druckluft

Durch undichte Druckluftsysteme, defekte Ventile oder Rohre geht permanent Energie verloren. Es bedarf schließlich elektrische Energie um gleichmäßig viel Druck im Luftsystem zu halten. Deshalb kann allgemein festgehalten werden: Je öfter ein Kom­­pres­sor neu an­spr­in­gen muss, desto teurer kommt die Druckluft auch dem Betrieb.

Neue Technologien

Ältere Anlagen im Allgemeinen, wie etwa Kühlsysteme, verbrauchen generell um ein Vielfaches mehr Strom als neue Varianten. Investitionen in aktuelle Technologien können sich hierbei relativ schnell lohnen.

Bewusstsein schaffen

In einem Unternehmen mit einigen Mitarbeitern können über einen längeren Zeitraum durch unnötige Beleuchtung, Geräte oder PCs, die dauerhaft im Standby-Betrieb sind, schnell höhere Energiekosten verursacht werden. Wird bei der Belegschaft ein Bewusstsein für den schonenden und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen geschaffen, kann dies erhebliche Auswirkungen haben.